Vergleich · 4 Min. Lesezeit · BrokerFit Redaktion
XTB vs Tickmill 2026: Vergleich für aktive CFD-Trader
XTB vs Tickmill für hochfrequenten CFD-Handel: echte Spreads, Ausführungsgeschwindigkeit, Gebühren — welcher Broker passt zu welchem aktiven Trader.
Inhalt
Meta
Für einen aktiven CFD-Trader läuft die Wahl zwischen XTB und Tickmill auf einen einzigen Trade-off hinaus: eine ausgereifte hauseigene Plattform mit variablen Spreads (XTB) oder ein Broker mit Roh-Preisstellung, der für hochfrequentes Commission-and-Spread-Accounting gebaut ist (Tickmill). Beide werden von Tier-1-Aufsichtsbehörden reguliert. Beide bestehen die Sicherheitsprüfung. Der Unterschied liegt darin, wer Sie an der Tastatur sind.
Dieser Leitfaden vergleicht beide Broker entlang der vier Dimensionen, die für aktive Trader die GuV tatsächlich bewegen: Spread-Kosten, Ausführungsmodell, Gebührenstruktur und verfügbare Instrumente.
Kurz-Urteil
- Für hochfrequentes CFD-Scalping: Tickmill (Pro-Konto) gewinnt mit Roh-Spreads ab 0,1 Pip auf EUR/USD.
- Für Multi-Asset-Daytrading auf einer Plattform: XTB gewinnt — xStation 5 lernt sich schneller als MT4/MT5, und die Instrumentenliste von Tickmill ist schmaler.
- Für Trader, die Transparenz eines börsennotierten Unternehmens wollen: XTB ist an der Warschauer Börse gelistet (XTB.WA); Tickmill ist privat.
Spread-Kosten: wo aktive Trader Geld verlieren
XTB arbeitet mit variablen Spreads über die hauseigene xStation 5 — keine eingerechnete Kommission, die Kosten stecken im Spread. EUR/USD liegt während der europäischen Handelszeiten typischerweise bei rund 0,5 Pip, GBP/USD bei rund 0,9 Pip. Das ist wettbewerbsfähig für Retail-CFD-Pricing, wird aber teuer, sobald Sie 50+ Tickets pro Tag laufen lassen.
Das Pro/Raw-Konto von Tickmill verfolgt das umgekehrte Modell: Spreads starten bei 0,1 Pip auf EUR/USD in liquiden Stunden, dazu kommt eine Kommission von $3 pro Seite und Lot. Die Gesamtkosten eines Round Trips auf einen Standard-Lot bei 0,1 Pip Spread liegen damit bei etwa $6 + ca. $1 Spread-Kosten = $7 pro Round Trip. Der gleiche Trade bei XTB mit 0,5 Pip variablem Spread kostet rund $5 allein im Spread.
Für einen Trader mit 30+ Round Trips am Tag gewinnt das Roh-Modell von Tickmill auf EUR/USD-Majors, kostet aber bei Minors und Exoten mehr — die Kommission bleibt flach, der Spread komprimiert sich dort nicht. Rechnen Sie die Mathematik für Ihre konkreten Instrumente durch.
Ausführungsmodell
XTB führt die meisten CFDs über das eigene Market-Making-Buch aus, FX läuft STP. xStation 5 ist eine echte hauseigene Plattform — speziell entwickelte UI, integrierte Charts, schnellere Orderplatzierung als das altgediente MetaTrader. Die Kehrseite: weniger Anbindung an Drittanbieter-Tools. Keine automatisierten EAs, keine Bridges zu Drittanbieter-Copy-Trading, wie man sie auf MT4/MT5 findet.
Tickmill ist MetaTrader-only — MT4 und MT5. Für aktive Trader, die bereits EAs, eigene Indikatoren oder Hooks in Plattformen wie cTrader Copy oder Myfxbook AutoTrade nutzen, ist das ein Feature, keine Einschränkung. Die Ausführung auf dem Pro-Konto ist ECN-Style: Orders werden an Liquiditätsanbieter geroutet, keine Requotes, durchschnittliche Fill-Latenz unter 100 ms in liquiden Stunden.
Gebührenstruktur jenseits der Spreads
| XTB | Tickmill | |
|---|---|---|
| Inaktivitätsgebühr (nach 12 Monaten) | $10/Monat | $0 (keine Gebühr) |
| Auszahlung per Überweisung | Kostenlos | Kostenlos |
| Swap auf Overnight-CFDs | Standard | Standard, leicht wettbewerbsfähiger |
| Währungsumrechnung | 0,5% über Mid | 0,4% über Mid |
Die null Inaktivitätsgebühr bei Tickmill ist der größere stille Vorteil. XTB berechnet $10/Monat, wenn Sie 12 Monate nicht handeln — für einen aktiven Trader, der täglich unterwegs ist, irrelevant; aber gut zu wissen, falls Sie eine 6-monatige Pause einlegen.
Instrumentenbreite
XTB listet ~6.000 Instrumente — echte Aktien (Null Kommission bis €100.000/Monat Volumen), ETFs, Index-CFDs, FX, Rohstoffe, Krypto-CFDs. Breiter aufgestellt für Trader, die gelegentlich in Aktien hineinswingen.
Tickmill ist CFD-only mit ~700 Instrumenten — FX, Indizes, Rohstoffe, Anleihen, Krypto. Kein echter Aktienbesitz. Wer jemals echte Anteile für Dividenden oder DCA halten möchte, kann das mit Tickmill nicht abbilden.
Wer was wählen sollte
Wählen Sie Tickmill, wenn Sie 20+ FX-Round-Trips am Tag handeln, EAs auf MT4/MT5 laufen lassen, Roh-Spreads und ein transparentes Kommissionsmodell wollen und keinen Aktienbesitz brauchen.
Wählen Sie XTB, wenn Sie eine Plattform sowohl für aktives CFD-Trading als auch für gelegentliches Investieren in echte Aktien wollen, eine schnellere hauseigene UI dem MetaTrader vorziehen und die Transparenz eines börsennotierten Brokers schätzen.
Fazit
Beide Broker werden Ihr Kapital schützen — das ist hier nicht der Unterschied. Der Unterschied liegt darin, ob Sie auf Roh-Kosten pro Round Trip in den Majors optimieren (Tickmill Pro) oder auf Ein-Plattform-Multi-Asset-Zugang (XTB). Lassen Sie einen Monat lang ein Demo auf beiden Plattformen mit Ihrem realen Trade-Muster laufen, bevor Sie echtes Kapital einsetzen.
Vergleichen Sie beide mit Live-Daten nebeneinander: siehe XTB vs Tickmill auf der Vergleichsseite.
Über den Autor
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